Kath. Pfarrkirche

Kath. Pfarrkirche Bingen-Dromersheim

Rund um die Kirche

Die Kirche wurde 1776 erbaut und den Aposteln Petrus und Paulus geweiht.

Sie stehen außen auf dem Dachgesims. Da die ursprünglichen Figuren stark verwittert waren, wurden diese durch Originalabgüsse bei der letzten Renovierung in den 80er Jahren ersetzt.Am Haupteingang zur Kirche befindet sich eine schöne Eisengittertür, welche vom Dorfschmied Gustav Mauer angefertigt wurde. Sein Markenzeichen wurde von ihm im linken Flügel eingestanzt (G – ein Auge – M).

Über dem linken Seiteneingang (vom Friedhof kommend) ist eine Pilgermuschel am Türbogen angebracht.

Sie ist kein Hinweis auf den heutigen Jakobs-Pilgerweg, sondern sie weist auf den Pilgerweg zum Wallfahrtsort Laurenziberg hin.

Lange Jahre kamen Pilger aus der Gegend hinter Bad Kreuznach (besonders aus Spabrücken) mit Pferdefuhrwerken zur Wallfahrt. Bedingt durch den langen Weg kamen sie schon samstags nach Dromersheim. Die Pferde wurden im Katharinenhof abgestellt, die Wallfahrer übernachteten zum Teil im Katharinenhof oder in der Kirche.

Der Friedhof

Beim Gang über den Dromersheimer Friedhof sind verschiedene alte Grabmäler zu sehen. Die besondere Lage um die Kirche herum, die alten kunstvollen Grabmäler und die wunderbare Aussicht auf die Weinberge, das alles hat seinen besonderen Reiz.

Dieser Friedhof wurde nach dem Bau der Kirche 1777 hier neu angelegt. Der alte Friedhof an der Petruskirche wurde eingeebnet und einige Friedhofskreuze des alten Friedhofs (9 Stück, welche zum Teil noch sehr gut erhalten sind) entlang des Weges rund um die Kirche aufgestellt. Näheres hierzu finden Sie in der Chronik von Dromersheim auf Seite 128.

Als mächtiges Bauwerk steht das Kriegerdenkmal als Erinnerung an die Gefallenen des ersten Weltkrieges 1914-1918 mitten auf dem Friedhof. Der Bildhauer Heinrich Sauer aus Mainz hat es 1925 errichtet. Es handelt sich um eine Kreuzigungsgruppe, bei der anstatt des Apostels Johannes, der immer rechts vom Kreuz steht, ein kniender Soldat zu sehen ist.

Auf dem mächtigen sechseckigen Sockel wurden auf der Vorderseite, rechts und links neben der Widmung, die Namen der 42 gefallenen Dromersheimer im ersten Weltkrieg eingemeißelt.

Die Namen aller Kriegsteilnehmer aus Dromersheim wurden auf der Rückseite eingemeißelt. Alle Dromersheimer (Kriegsteilnehmer und Daheimgebliebene) haben einen besonderen Beitrag zur Finanzierung des Denkmals beigesteuert.

Um sich vorstellen zu können, welche Lücke allein der erste Weltkrieg in die Bevölkerung von Dromersheim geschlagen hat, hier folgende Zahlen zur Verdeutlichung: Damals gab es ca. 500 männliche Bürger vom Kind bis zum Greis, davon zogen ca. 200 in den Krieg und ein Viertel von ihnen kam nicht wieder nach Hause.

Die sieben Schmerzen Mariens

Die Stationen der sieben Schmerzen Mariens beginnen auf dem Friedhof und gehen um den vorderen Teil (Apsis) der Kirche. Sie wurden 1907 aus Backsteinen erbaut und mit Schlacken verputzt (Industriekultur).

In den Stationshäuschen sind Bildrelieftafeln mit Motiven der einzelnen Stationen angebracht. Diese Tafeln sind aus hellem Ton gegossen und mit Farbe leicht getönt. Neben den Bildtafeln sind in Mosaik passende Motive zu sehen (10 Gebote, Kreuzigungswerkzeuge, etc.).

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