
Tisch des Weines lädt zum Verweilen ein
Wer in den vergangenen Jahren den Weg hinauf zur beliebten Schaukel in den Weinbergen gefunden hat, weiß: Manche Orte entwickeln mit der Zeit eine ganz besondere Bedeutung. Sie werden zum Treffpunkt, zum Aussichtspunkt, zum Platz für Gespräche und zum Ort, an den man immer wieder gerne zurückkehrt.
Genau ein solcher Ort ist die Schaukel oberhalb von Dromersheim geworden. Sie hat inzwischen nicht nur viele Besucher begeistert, sondern nun auch einen eigenen Namen erhalten: „Eisweinschaukel“.
Doch damit nicht genug. Die Eisweinschaukel hat jetzt einen kleinen Bruder:
Etwas unterhalb des Aussichtspunktes steht seit Kurzem der neue Tisch des Weines – ein Ort, der Menschen zusammenbringen soll. Zum Genießen eines Glases Wein, für eine kleine Rast beim Spaziergang oder einfach, um den Blick über die Weinberge zu genießen.

Die Idee dazu entstand nicht am Reißbrett. Immer wieder wurde der Wunsch an uns als Verein herangetragen, einen solchen Platz zu schaffen – so wie man ihn auch aus anderen Weinbaugemeinden kennt. Dass dieser Wunsch nun Wirklichkeit geworden ist, verdanken wir vor allem der großen Unterstützung vieler Menschen aus Dromersheim und darüber hinaus. Zahlreiche Spenden machten das Projekt möglich, den restlichen finanziellen Aufwand erwirtschaftete der Verein durch eigene Veranstaltungen.
Entstanden ist dabei weit mehr als nur ein großer Tisch. Auf fünf Metern Länge bietet er Platz für rund 20 Personen. Gemeinsam mit den umliegenden Gabionenbänken können hier etwa 40 Menschen verweilen, miteinander ins Gespräch kommen oder einfach die besondere Atmosphäre der Dromersheimer Weinberge genießen.
Wer genauer hinschaut, entdeckt viele liebevolle Details. Das zweifarbige Design erinnert bewusst an einen Nussbaum: Das dunklere Gestell symbolisiert den Stamm, Tischplatte und Sitzflächen stehen für die Früchte. Damit wird zugleich ein Stück Dromersheimer Geschichte aufgegriffen. Denn vor dem Zweiten Weltkrieg prägten zahlreiche Nussbäume das Ortsbild. Vielleicht wird diese Erinnerung sogar bald wieder lebendig – denn die Pflanzung eines neuen Nussbaums als Schattenspender wird bereits geprüft.
Auch die heute charakteristischen Gabionen rund um den Platz waren zunächst gar nicht geplant. Erst während der Arbeiten zeigte sich, dass das Gelände deutlich mehr Gefälle aufwies als erwartet. Aus dieser Herausforderung entstand eine Lösung, die den Platz heute entscheidend prägt: Die mit Natursteinen gefüllten Gabionen schaffen zusätzliche Sitzmöglichkeiten und bieten gleichzeitig Lebensraum für viele kleine Insekten.
Besonders beeindruckend ist jedoch die Leistung der Helferinnen und Helfer. Rund 400 Stunden ehrenamtlicher Arbeit stecken in diesem Projekt. Fundamente wurden ausgehoben und betoniert, Gabionen gesetzt und befüllt, Holzelemente gebaut und gestrichen, Sitzflächen montiert und schließlich die gesamte Anlage fertiggestellt. Viele Hände haben mit angepackt und gezeigt, was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam an einer Idee arbeiten.
Ein besonderer Dank gilt dabei Tibor Németh, der das Projekt von Beginn an mit außergewöhnlichem Engagement begleitet und als Projektleiter maßgeblich vorangetrieben hat. Ohne seinen Einsatz, seine Ausdauer und seine zahlreichen Arbeitsstunden wäre dieses Projekt in dieser Form nicht entstanden. Gleichermaßen gilt Florian Oldendorf großen Dank, dessen Expertise für die Aufstellung des Tischs unverzichtbar war.
Dass der neue Platz ein Highlight ist, zeigte sich unmittelbar nach seiner Fertigstellung. Beim ersten AfterWorkWein wurde der Tisch des Weines schnell zum Mittelpunkt des Abends. Wo vorher eine Idee war, entstand ein Ort der Begegnung.
Wir hoffen, dass viele Menschen diesen Platz künftig genießen werden – bei Sonnenuntergang, auf einer Wanderung, mit Freunden oder einfach für einen kurzen Moment der Ruhe.
Damit dies lange so bleibt, haben wir eine kleine Bitte: Bitte hinterlassen Sie keinen Müll und nehmen Sie mit, was Sie mitgebracht haben. Ebenso bitten wir darum, den Platz nicht direkt mit dem Auto anzufahren. Vom Klosterweg aus sind es nur wenige Gehminuten über den Kühweg bis zum Ziel.
Sollten Ihnen Schäden oder Verschmutzungen auffallen, freuen wir uns über eine Nachricht über unsere Homepage.
Genießen Sie den Ausblick, die Natur und das Miteinander – genau dafür wurde dieser Platz geschaffen.
